Röster des Monats: Fürth

Der einstige Kameramann und Regisseur Charles Fürth ist erst über Umwege zum Kaffee gekommen. Nach 20 Jahren in der

Filmbranche hat er irgendwann beschlossen, „dass das Leben noch etwas anderes zu bieten haben muss“. Nach zahlreichen Reisen nach Westafrika, von denen er mit viel Stammeskunst zurückgekommen ist, kam die Idee einer großen Lagerhalle auf, in der die Kunstwerke ausgestellt und verkauft, aber auch gleichzeitig Kaffee ausgeschenkt, werden sollte. So ist er dann beim Kaffee gelandet. Was ihn besonders wichtig dabei ist und welche Pläne er für die Zukunft hat lest ihr in unserem Blogbeitrag.

 

Fürth beim Rösten

Das Interview mit Charles Fürth:

 

  • Was hat einst Ihre Liebe zum Kaffee bzw. dem Kaffeerösten geweckt?

“Als ich entdeckt habe, dass Kaffee weit mehr kann, als das bittere Getränk, das ich bis dahin kannte! Zum Rösten kam ich dann durch ein Social Business Projekt, das so wie ich es mir vorgestellt habe nicht sinnvoll umsetzbar war. ”

 

  • Können Sie sich noch an Ihre ersten Röst-Erlebnisse erinnern? Erzählen Sie uns davon?

“Sicher! es war entsetzlich! Die ganze Wohnung war voller Rauch. Meine Frau kam von oben runter und rief: „Wenn das Kaffeeröster ist, dann bitte nicht hier!”

 

  • Wie wählen Sie neue Bohnen (und/oder neue Anbaugebiete) für Ihre Röstungen aus?

“Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Kaffees und arbeite sehr eng mit ein paar Kaffeeeinkäufern meines Vertrauens zusammen, die all die schönen Reisen zu den kleinen Kaffeebauern machen, die ich auch gerne selber machen würde. Von diesen Einkäufern bekomme ich Rohkaffee Proben, die von meinem Team und mir verkostet werden. Und dann entscheiden wir uns für die Kaffees die nicht nur uns schmecken, sondern die auch in unser Sortiment passen, das weitgehend von den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden gestaltet wird.”

 

  • Was bedeutet biologischer und nachhaltiger Kaffee für Sie? Welche Bio- oder Fair-Trade Sorten empfehlen Sie unseren KundInnen?

“Nachhaltigkeit und biologischer Anbau sind für mich ethische Werte, die mir ganz einfach als selbstverständlich erscheinen. Zum Glück gelten diese Werte gleichermaßen für meine Rohkaffee-einkäufer. Ich habe bei Kaffee2 selbstkreierte Mischungen, die im Prinzip alle Bio sind, auch wenn sie aus Zertifizierungsgründen nicht alle das Biopickerl haben dürfen. ”

 

  • Welche Tipps können Sie für spannende Kaffeereisen geben? Welche Farm/Finca oder welches Land eignet sich besonders gut, um dort eine Kaffee-Führung zu machen?

“Die Zentralamerikanischen Länder eignen sich alle besonders gut für Kaffeereisen. 1. gibt es dort hervorragenden Kaffee, 2. ist die Kaffeeproduktion in diesen Ländern noch immer sehr stark auf kleine und mittlere Betriebe aufgebaut und 3. sind diese Länder nicht zu groß um unübersichtlich zu sein. Abgasen davon sind sie wunderschön!”

 

  • Welchen Tipp haben Sie für unsere Kaffee-Genießer, um den perfekten Espresso zuzubereiten?

“Man muss sich an gewisse Grundregeln halten (die überall nachlesbar sind), Lust und Freude am Experimentieren haben und eine eigene Kaffeemühle sollte im Haus sein. Ohne frisch zu mahlen geht gar nix.”

 

  • Was machen Sie mit den Bohnen, wenn Sie mal keine Lust auf einen „klassischen Kaffee“ haben?

“Ich hebe sie auf, bis ich wieder Lust bekomme! Nein. Ich trinke Kaffee nach alle Zubereitungsmethoden, von Filter bis Espresso und im Sommer kommt noch der Cold Brew dazu. Klassischen Kaffee in dem Sinne kenne ich keinen.”

 

  • Wieviel Gramm Kaffee verwenden Sie für einen Espresso oder Filterkaffee?

“Das hängt natürlich von mehreren Faktoren ab. Sorte, Mahlgrad, Geschmacksvorliebe etc. Aber für einen Espresso von ca. 25ml-max.30ml in der Tasse sollte man nicht unter 8gr. Kaffee gehen. Wir fangen meist mit 18g im Doppelsiebträger an und tasten uns dann an das für den jeweiligen Kaffee beste Rezept heran. Für Filterkaffee sollte man mit 6g grob gemahlenen Kaffee pro 100ml fertigen Kaffee ausgehen. Wenn man also ein Häferl mit 250ml Inhalt hat, braucht man mindestens 15g Kaffee.”

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