Röster des Monats: OBENAUF Kaffeemanufaktur

Die Rösterei versucht höchsten Kaffeegenuss mit 

Mensch und Natur in Einklang zu bringen. Das Team pflegt einen engen persönlichen Kontakt mit preisgekrönten Kaffeefarmern auf der ganzen Welt. Mehr über die Ansprüche der Röster und der Philosophie der Rösterei erfährt ihr im Interview mit Jens Rettig.

 

Das Interview mit Jens Rettig

 

  • Bevorzugen Sie eine Filter- oder Espressomaschine?

“Ich bevorzuge Filterkaffee gerne in der Karlsbader Kanne oder RS16 Glasfilter zubereitet. Natürlich wechsle ich gerne verschiedene Sorten, aber mein ständiger begleiter ist und bleibt ein ausgewogener, fruchtiger, würziger und zugleich süßer Kaffee aus Brasilien wie beispielsweise unser Agua Limpa. Ich genieße auch hin und wieder gerne einen reinen Canephora wie den Baba Budan aus der Frenchpress. Am Wochenende darf es auch mal ein Cappuccino oder Espresso sein.”

 

  • Wie viele Kaffees pro Tag trinken Sie?

“Ich trinke meist 3-5 Kaffee am Tag”

 

  • Welcher ist Ihr Lieblingskaffee bzw. Welche Bohnenherkunft bevorzugen Sie?

“Die Jahresmenge an Röstkaffee liegt bei ca. 6 Tonnen”

 

  • Welche Menge an Kaffee rösten Sie pro Jahr?

Rund 1.800 Tonnen rösten wir jedes Jahr in unserem Unternehmen in Graz. Seit über 100 Jahren setzen wir dafür nicht auf die schnelle Industrieröstung, sondern auf die schonende Langzeit-Trommelröstung, mit der wir das Beste aus jeder Bohne herausholen können.

 

  • Was ist Ihre Motivation bzw. Ihr Antrieb?

“Meine Motivation liegt darin, meinen Kunden einen unvergessliches Kaffeegenuss zu bereiten. Dabei steht natürlich die Qualität des Kaffees und der Geschmack im Vordergrund. Kaffee ist mehr als nur ein alltägliches Getränk, welches nur mit der Zugabe von Milch und Zucker genießbar gemacht werden muss. Ich möchte meine Leidenschaft für die Geschichte, Herkunft und Tradition mit meinen Kunden teilen und ihnen die genetische Bandbreite und Vielfalt sowohl in der Herkunft, den Varietäten und Verarbeitungsprozessen darzustellen. ”

 

  • Erzählen Sie uns Geschichten von Kaffeereisen.

“Für mich bedeutet ein hochwertiger Genuss jedoch auch, genau zu wissen wo, von wem und unter welchen Bedingungen der Kaffee produziert wurde. Von der Aufzucht der Kaffeepflanze, über die Ernte und Verarbeitung vor Ort bis hin zur Röstung und korrekten Zubereitung. Kaffee ist ein sehr komplexes Produkt und jeder Schritt ist wichtig. Es sollte wieder die Bedeutung eines Genussmittel einnehmen,welches bewusst genossen und das Handwerk dahinter wertgeschätzt wird. Wir arbeiten ausschließlich direkt mit Kaffeebauern in langjähriger Partnerschaft und achten dabei auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit in den Herkunftsländern. Kinderarbeit, Monokulturen und Einsatz von Pestiziden, wie es in der konventionellen Kaffeeindustrie üblich ist, lehnen wir und unsere Partner konsequent ab. Wir bieten Kaffeegenuss im Einklang mit Mensch und Natur. Kürzlich bin ich von meinem anderthalbjährigen Aufenthalt in London zurückgekehrt. Ich habe dort eine Kaffeerösterei mit aufgebaut. Die Zeit im Ausland hat mir aufgezeigt, welche kulturelle und soziale Bedeutung wir mit diesem Getränk verbinden. Wir schenken ihm eine Tageszeit mit Ritualen und Geselligkeit “Kaffee und Kuchen”, was Generationen überdauert und verbindet.”

 

  • Was war Ihre spannendste Begegnung in der Welt des Kaffees?

“Das spannendste Erlebnis in puncto Kaffee war im indischen Dschungel, als ich beim Kaffeekirschen pflücken aus der Ferne wildlebende Elefanten betrachten durfte.”

 

  • Was sind Ihre nächsten Ziele?

“Nach meiner Rückkehr nach Deutschland sind wir jetzt eifrig dabei, unsere Kaffeerösterei zu erweitern und eine neue Produktionsstätte mit angeschlossenem Ausschank in Leipzig zu eröffnen. Wir wollen auch unsere Website stärker dazu nutzen, um Informationen über die Herkunft, unsere Farmer und fachgerechte Zubereitung unseres Kaffees mit unseren Kunden zu teilen. ”

 

 

 

 

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