Röster des Monats: Speicherstadt

Die beiden Kaffee-Spezialisten Timo Drews und Andrea Wessel-Ellermann gründeten 2006 die Qualitätsrösterei Speicherstadt. Jede Sorte wird einzeln geröstet und erst im Nachhinein gemischt, um allen Blends einen unvergesslichen Geschmack zu verleihen. 2014 wurde die Rösterei sogar zum „Röster des Jahres“ ausgezeichnet. Mehr zu den beiden Röstern und ihren nächsten Zielen erfährt ihr in unserem Interview mit den beiden:

 

Speicherstadt Rösterei

Das Interview mit Thimo Drews:

 

  • Bevorzugen Sie eine Filter- oder Espressomaschine?

“Ich bevorzuge eine Filtermaschine, da sich bei dieser Zubereitungsart die Kaffee – aromen besser entfalten können und man eine klarere Tasse bekommt”

 

  • Wie viele Kaffees pro Tag trinken Sie?

“3-5 Tassen Kaffee”

 

  • Welcher ist Ihr Lieblingskaffee bzw. Welche Bohnenherkunft bevorzugen Sie?

“Je nach Ernte und Frische der Bohnen wechselt auch mein Lieblingskaffee. Aktuell trinke ich unseren Kaffee der Finca Bethania aus Nicaragua sehr gerne. Generell bevorzuge ich Kaffees aus Ost-Afrika und Mittel- und Südamerika”

 

  • Welche Menge an Kaffee rösten Sie pro Jahr?

“Im Jahr rösten wir in der Speicherstadt auf unseren beiden gas befeuerten Trommelröstern Giesen W6 und Probat LG 50 an die 360 Tonnen.”

 

  • Was ist Ihre Motivation bzw. Ihr Antrieb?

“Die Triebfeder meines Tuns ist der Wunsch, einer sinnvollen und vielfältigen Arbeit nachzugehen. Das fängt für mich bereits damit an, faire Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter in der Speicherstadt Kaffeerösterei zu schaffen und erstreckt sich bis hin zur Unterstützung von Projekten in den Ursprungsländern und der fairen Entlohnung der Kaffeebauern.”

 

  • Erzählen Sie uns Geschichten von Kaffeereisen.

“Das eindrücklichste Erlebnis hatten wir wohl auf einer Plantage in Kolumbien. Wir wurden von befreundeten Kaffeebauern auf ihre Farm in den Anden eingeladen, welche inmitten einer atemberaubenden Landschaft liegt. Die Kaffeepflanzen wachsen dort zwischen riesigen Bäumen, die das Zuhause hunderter bunter Vögel bilden. Als wir am nächsten Morgen – die Geräusche der Vögel im Ohr – dort auf der Veranda standen und mit Blick auf das darunter liegende Tal unseren ersten Kaffee tranken, kamen uns die Tränen in die Augen. Das war ein Moment in dem mir bewusst wurde, wie wichtig es ist nachhaltige Projekte in den Ursprungsländern zu unterstützen, um diesen Anblick auf die Natur zu bewahren.”

 

  • Was war Ihre spannendste Begegnung in der Welt des Kaffees?

“Das war weniger eine menschliche als eine tierische Begegnung im Dschungel auf Sumatra. Dort bin ich im Rahmen des Orang-Utan-Kaffeeprojekts einem wilden Orang-Utan-Weibchen und ihrem Jungen begegnet. Die beiden waren nur wenige Meter von mir und dem Guide entfernt und diese Nähe zu einem wilden Tier ohne Zaun dazwischen, das war wirklich beeindruckend.”

 

  • Was sind Ihre nächsten Ziele?

“Hier vor Ort ist das nächste Ziel die Erweiterung unseres Cafés und der Rösterei am Kehrwieder 5. Außerdem möchten wir unsere Projekte in den Anbauländern weiter ausbauen und neue spannende Projekte auftun.”

 

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